Victoria

Victoria Fletcher aus Verl steht seit 2025 auf Poetry-Slam-Bühnen und schreibt, seit sie denken kann, ununterbrochen Texte, Gedichte und Geschichten. Wenn ihr Herz nicht nach Worten ruft, dann ruft es lauthals nach dem Theater. Vielleicht kommt es daher, dass sie sich in ihren Texten so häufig in andere Sichtweisen und Blickwinkel versetzt.

Mit ihren 21 Jahren drückt sie sich vor allem durch das Einnehmen fremder Perspektiven, emotional bewegende Geschichten und eine experimentelle, stilistische Schreibweise aus. Sei es die Sicht eines Hundes, einer Sexarbeiterin, eines Schulmobbers oder doch einfach ihre eigene: Victoria schlüpft in die unterschiedlichsten Welten und übergibt sich auf der Bühne vollständig der jeweiligen Sichtweise und Geschichte. Dabei verbindet sie poetische Bilder mit einer direkten und ehrlichen Sprache.

Seit sie mit Poetry Slam begonnen hat, nutzt sie die Bühne, um Gedanken und Gefühle in Worte zu verwandeln und ihnen einen Raum zu geben. Tränen und schleifendes Grübeln sind nach ihren Auftritten nicht selten, denn genau darauf legt sie großen Wert. Victoria möchte mit ihren Texten etwas auslösen. Trauer, Wut, Schock, Hoffnung oder auch Freude. Hauptsache, es bleibt etwas zurück.

Durch ihre tiefgründigen und experimentellen Gedichte konnte sie bereits den Gewinnertitel bei der U20-OWL-Meisterschaft und den 4. Platz bei den U20-NRW-Meisterschaften erreichen.

Wenn Victoria einen Raum betritt, dann selbstsicher und als Sonnenschein. Auf der Bühne wird daraus jemand anderes: Dort verschwindet Victoria hinter den Figuren, Gedanken und Geschichten, die sie erzählt. Sie leiht gerne ihre Stimme denjenigen, die sonst vielleicht nicht gehört werden würden. So vielfältig wie ihre Perspektiven sind, so persönlich bleiben ihre Texte: Neben den Stimmen anderer findet auch ihre eigene immer wieder ihren Platz auf der Bühne. So verarbeitet Sie Erfahrungen, moralische Dilemma und Wünsche an die Gesellschaft.

Denn Emotionen sind für sie das Wichtigste. Ohne zu fühlen, wären wir Menschen ihrer Meinung nach fast nichts weiter als Zellen. Und vielleicht ist genau das der Kern ihrer Texte: Jeder Mensch verdient eine Stimme. Selbst die, die keine haben.

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